
Er gehört zu den bundesbesten Azubis im Handwerk: Ali Suludere (22), der seine Ausbildung zum Klemptner bei dem Dortmunder Unternehmen Kentzler GmbH & Co. KG gemacht hat. Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM
Unna. Große Ehre für den Unnaer Ali Suludere. Der 22-Jährige wurde am vergangenen Wochenende in Bayreuth zum besten Klempner-Gesellen Deutschlands gekürt. Dabei hätte der Handwerker seine Ausbildung im Dortmunder Dachbaubetrieb Kentzler beinahe wieder abgebrochen.
„Mein Vater hat einen Kiosk und ich sollte dort mehr im Verkauf helfen“, erzählt der Unnaer mit türkischen Wurzeln. Heute ist er froh, sich auf Anraten seines Chefs Heiko Kentzler und seiner Mitarbeiter dagegen entschieden zu haben. „Nur mit einer abgeschlossenen Ausbildung hat man in Deutschland gute Berufschancen, das hat mein Chef mir klargemacht“, so der Handwerker. Auch die Familie ist heute stolz auf seine Entscheidung und die Auszeichnung zum besten Jung-Klempner in Deutschland.
Mehr als tausend Gesellen hatten sich für den Wettbewerb der Nachwuchshandwerker gemessen. Der Unnaer hat die Jury mit einen eigens für Landes- und Bundeswettbewerb angefertigten Gliederbogen überzeugt, ein Verbindungsstück zwischen Regenrinne und Wasserauffangkasten. „In meiner Gesellenprüfung hatte ich so einen schon gemacht“, berichtet der Handwerker. „Das war wohl eine gute Übung.“
Die Auszeichnung, in der Bayreuther Stadthalle vom Bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer überreicht, sieht der Unnaer als große Ehre, gleichzeitig aber auch als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. Unterstützung erhält er bei dieser Einschätzung von seinem Chef. „Sich auf Bundesebene durchzusetzen ist wirklich nicht einfach. Wir sind sehr stolz darauf“, sagt Geschäftsführer Heiko Kentzler. „Auch für den Betrieb insgesamt ist die Auszeichnung erfreulich, denn sie zeigt, dass wir unseren Nachwuchs gut ausbilden.“
Freuen darf sich Ali Suludere auch noch in zweierlei Hinsicht. Der Sieg bei dem Handwerkerwettbewerb wurde mit einem Bildungsgutschein im Wert von 5000 Euro belohnt. „Damit werde ich Jahren meinen Ausbildung zum Meister finanzieren“, verspricht der der 22-Jährige. Zusätzlich dazu versprach Chef Heiko Kentzler im Rahmen der Preisverleihung eine unbefristete Anstellung für den Klempner. „Eigentlich wollte ich das erst bei der Weihnachtsfeier verkünden“, so der Geschäftsführer. „Aber welchen besseren Zeitpunkt könnte es geben, um gute Arbeit zu würdigen.“
Quelle: www.derwesten.de








