Tipps für die perfekte Bewerbung


Bild: derwesten.de

Zwei Minuten – mehr Zeit widmet kaum ein Personaler einer Bewerbung. Zwei Minuten, und die Mappe landet entweder auf dem großen Absagen-Stapel oder in dem für Lehrstellen- Kandidaten. Zwei Minuten – nicht viel für einen guten Eindruck.

Wie sieht sie aus, die perfekte Bewerbung? Ja, sicher, das steht alles schon im Internet; und die Ratgeber zum Thema füllen ganze Bibliotheken. Doch auch wenn man es kaum glauben mag: Gute Bewerbungen sind selten. „Nur jede vierte Mappe ist top“, wissen Birgitt Bongers und Heike Lo­schelder von der Agentur für Arbeit in Essen. Und jede vierte sei sogar grottenschlecht.

Dahinter steckt eine Chance: Wer die Bewerbung ernst nimmt, lässt die meisten Konkurrenten hin­ter sich. Merke: Bewerben ist ein Vollzeit-Job!

Damit der sich lohnt, hat die WAZ zwei Profis gefragt: Birgitt Bongers und Heike Lo­schelder geben jungen Lesern zehn Tipps für die perfekte Bewerbung:

1.) Nicht nur an den Kfz-Mechatroniker und die Bürokauffrau denken: Es gibt 400 be­triebliche und 200 schulische Ausbildungsgänge, dazu 13 000 Studiengänge. Fast je­der findet seine Nische.

2.) Früh bewerben: Ein Jahr im Voraus ist der beste Zeitpunkt. Aber nur jeder Vierte ist tatsächlich so fix.

3.) Pappe statt Plastik-Mappe: zeigt den umweltbewussten Bewerber. Die Mappe kann zwei- oder dreiteilig, und sollte farblich dezent sein. Personalchefs, die auf pink oder knallgrün stehen, kann man mit der Lupe suchen.

4.) Nur das beste Foto zählt: kein Automaten-Passbild auf dem Deckblatt, sondern ein Foto von 5×7 cm vom Profi; keine Freizeitkleidung, ge­pflegtes, dezentes Äußeres.

5.) Das Anschreiben muss zur Firma passen: Vorher über das Unternehmen informieren und erklären, warum man ge­nau dort arbeiten möchte. Das Anschreiben ist nur eine Seite, kein Roman. Darauf gehören unter anderem ein guter Einstiegssatz (also nicht „Hiermit bewerbe ich mich“ oder ähnliches Blabla) und ein Satz zur eigenen Motivation und den eigenen Stärken.

6.) Lückenloser Lebenslauf: Lücken werden im Bewerbungsgespräch sowieso aufgedeckt. Lebenslauf chronologisch auf- oder absteigend schreiben, Jahreszahlen nach vorn. Zum Schluss: Datum und lesbare (!) Unterschrift.

7.) Persönlichkeit zeigen: Gemeint sind die „soft skills“, die „weichen“ Eigenschaften, jenseits von Noten. Wer in Vereinen aktiv ist, sich in einer Kirchengemeinde engagiert, wer Senioren, armen Kindern in fernen Ländern oder auch nur seinem Nachbarn hilft, sollte das in die Bewerbung schreiben. Am besten auf eine so genannte „3. Seite“.

8.) Nie zu sicher fühlen, wenn noch das Abschlusszeugnis fehlt: Arbeitgeber fordern alle noch fehlenden Zeugnisse nach. Wer sich auf die Zusage verlässt und sich nicht mehr um seine Noten kümmert, kann böse überrascht werden.

9.) Fragen stellen: Im Vorstellungsgespräch ist es gern ge­sehen, wenn Bewerber sich für die Firma interessieren – und schon etwas über ihren Wunscharbeitgeber wissen.

10.) Klinken putzen: Wer keine tollen Noten hat und keinen guten Abschluss, der sollte seine Mappe nicht nur verschicken, sondern auch un­ter den Arm klemmen und von Tür zu Tür ziehen. Eine Absage per Brief ist leichter als eine persönliche. Wer nicht gleich bis zum Chef kommt, sollte nicht aufgeben: Sekretärinnen und andere Mitarbeiter können viele Türen öffnen.

Die sechs größten Fehler bei Bewerbungen:

Eltern vorschicken. Bewerben muss man sich schon selbst.

Piercing, schräge Klamotten, sichtbare Tattoos. Dezentes Äußeres ist im Bewerbungsgespräch/auf dem Foto angesagt.

Extremes und Vertrauliches über sich selbst ins Internet stellen.

Rechtschreibfehler. Bewerbung mehrmals gegenlesen lassen.

Musterbewerbung abschreiben. Bewerbungen sollen individuell für eine Firma geschrieben werden.

Handschriftliches einschicken – es sei denn, das wird verlangt.

Weitere Infos zum Thema gibt die Agentur für Arbeit unter www.planet-beruf.de

Quelle: derwesten.de

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